Arthrosebehandlung
mit Stammzellentherapie


Schmerzen in Knie oder Daumen? Eine aufwendige Operation muss nicht immer sein

Wenn es schon bei alltäglichen Bewegungen oder beim Sport knirscht und knackst und auch noch Schmerzen dazu kommen, dann wünschen sich viele Patienten, es gäbe ein Wundermittel, welches Abhilfe schafft. Die Hoffnung ruht auf Stammzellen. Dr. med. Klaus Ueberreiter, Chefarzt der Park-Klinik Birkenwerder: „Die Stammzelltherapie eignet sich am besten für Patienten mit mittlerer Arthrose und mittlerem Alter. Sie kommen nicht mehr für eine Knorpeltransplantation in Frage, sind aber zu jung für ein künstliches Gelenk.“


Entstehung von Arthrose

Viele Faktoren können die Entstehung einer Knie- oder Daumensattelgelenksarthrose begünstigen. Die Gelenkflächen können durch eine Fehlstellung abgenutzt sein, es kommt zur Instabilität und/oder Entzündung. Bei der Behandlung müssen immer die Ursachen analysiert und wenn möglich beseitigt werden. Es ist immer eine stadiengerechte Therapie, abhängig vom jeweiligen Schädigungsgrad des Gelenkknorpels, bei der Behandlung anzustreben.

Das heißt, eine Analyse der Ursachen ist das A und O für die Therapieplanung. In vielen Fällen ist es dann möglich, durch Beseitigung der Schadensursachen das Fortschreiten einer Arthrose zu stoppen. Gelingt das aber nicht, so kann die neue Stammzellentherapie Abhilfe schaffen.


Stammzellentherapie

Eine hoffnungsvolle neue Methode zur Behandlung der Kniegelenks- oder Daumensattelgelenksarthrose stellt der Einsatz von körpereigenen Stammzellen dar. Stammzellen sind Alleskönner. Sie bilden Stoffe, welche die entzündlichen Reaktionen im Gelenk und damit den Gelenkschmerz stoppen können. Und sie haben auch die Möglichkeit, Knorpelgewebe neu zu bilden.

Von großem Vorteil bei der Stammzellentherapie ist es, dass diese keine unerwünschten Nebenwirkungen, so wie die bisherigen Arthrosemedikamente haben. Die Stammzellen werden aus körpereigenem Fett gewonnen, sofort aufbereitet und in einem kleinen Eingriff in das betroffene Gelenk eingebracht.

Stammzellgewinnung im Labor

Informationen zur
Stammzellentherapie

OP-Technik:
Stammzellgewinnung durch Liposuktion in Lokalanästhesie, Stammzellapplikation minimalinvasiv in Lokalanästhesie
OP-Dauer:
ca. 60-90 Minuten
Preis:
ab 3500 €
inkl. 19% MwSt zzgl. Anästhesie
Narkose:
Lokalanästhesie
Aufenthalt:
ambulant
Belastung (Knie):
14 Tage Entlastung mit Hilfe von Gehstützen, keine übertriebene Anstrengung
Belastung (Daumen):
keine übertriebene Belastung
Nachbehandlung:
Kontrolle nach 4 Wochen


Wie funktioniert die Behandlung mit Stammzellen gegen Arthrose?

Arthrosebehandlungen mit Stammzellen aus Fettgewebe werden in der Park-Klinik Birkenwerder ambulant durchgeführt. Die Behandler sind Experten auf dem Gebiet der Stammzellentransplantation. Die Park-Klinik bietet  durch die angenehme Athmosphäre einer Privatklinik und der Sicherheit eines Krankenhauses die optimale Rahmenbedingung für die Behandlung. Der Eingriff ist schonend und mit wenig Aufwand für den Patienten verbunden. Schon kurz nach der Stammzelltherapie ist der Patient fit und kann seinem normalen Alltag wieder nachgehen.

Bei der Arthrosebehandlung mit Stammzellen aus Fettgewebe werden die Stammzellen direkt in das von Arthrose betroffene Gelenk injiziert und entfalten dort gezielt ihre Wirkung. Eine Verbesserung der Schmerzen und Beschwerden ist bereits kurz nach der Behandlung zu spüren. Bis die endgültige Wirkung einsetzt können wenige Tage vergehen.


Welche Arthrose wird in der Park-Klinik Birkenwerder behandelt?


Kniearthrose

Kniearthrose
Die Kniearthrose bezeichnet eine Alterung und Abnutzung des Gelenkknorpels. Ursachen sind normale Alterserscheinungen, Unfälle, beständige Überbelastung, Übergewicht und genetische Faktoren. Eine Kniearthrose kann starke Schmerzen hervorrufen, die dann wiederum zu Fehlbelastungen führen. Hierdurch wird die Abnutzung des Gelenkknorpels noch weiter beschleunigt. Die moderne Stammzellentherapie kann diesen Teufelskreis durchbrechen, dadurch dass die Schmerzen gelindert werden. Im günstigsten Fall kann eine Operation lange hinausgezögert oder sogar ganz vermieden werden.


Daumengelenkarthrose

Fingergelenks- und Daumengelenksarthrose
Fällt es im Alltag schwer, kleine Dinge zu greifen oder die Hand zu drehen? Fallen manchmal Dinge aus der Hand und oder schmerzen die Gelenke? Dann könnte eine Arthrose, also ein Verschleiß der kleinen Fingergelenke oder des Daumensattelgelenkes dahinterstecken. Frauen sind dabei 10 Mal häufiger von diesem Phänomen betroffen als Männer. Häufig treten die typischen Beschwerden im mittleren Lebensalter auf. Die neue Stammzelltherapie kann in geeigneten Fällen eine wirkungsvolle Methode sein, Entzündungen der kleinen Finger- und Daumengelenke zu reduzieren und Schmerzen zu lindern.


Was sind Stammzellen?

So gut wie alle Zellen unseres Körpers haben ein begrenztes Leben. Rote Blutkörperchen zum Beispiel 120 Tage, die Zellen der Darmschleimhaut nur eine Woche. Die Haut erneuert sich ständig, bei Haaren und Nägeln ist es besonders auffällig. Beim Fettgewebe ist die Lebensdauer der Zellen nicht bekannt, vermutlich beträgt sie nicht länger als fünf Jahre.

Stammzellen heißen die Vorläuferzellen, welche sich an Stelle einer absterbenden Zelle ausbilden und diese ersetzen. Sie werden mit dem Blut im ganzen Körper verteilt und setzen sich in den einzelnen Geweben fest. Bisher wurden Stammzellen aus dem Knochenmark gewonnen, aber Anfang 2000 entdeckte ein Forscher, dass im Fettgewebe sehr viel mehr (grob gesagt 1000 x so viel) davon vorkommen.

Ab der dritten Woche beginnt im menschlichen Embryo die Differenzierung in verschiedene Organsysteme. Dabei entstehen drei sogenannte Keimblätter: das innere, mittlere und das äußere Blatt. Aus dem mittleren („mesenchymalen“) Keimblatt entwickeln sich u.a. Herz, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nerven und vor allem das Bindegewebe mit Knochen, Knorpeln, Muskeln, Faszien und Sehnen und mit dem größten menschlichen Organ, dem Fettgewebe. Die Stammzellen, welche man aus dem Fettgewebe durch bestimmte Methoden (Enzymverdau) herauslösen kann, können sich anschließend zu all den Zellen des Mesenchyms, des mittleren Keimblattes entwickeln.

Diese Möglichkeit nutzt man nun in der Medizin seit Kurzem aus; zum Beispiel bei Gelenksarthrosen. Etwa 75 ml Fett werden abgesaugt, die Stammzellen daraus extrahiert und anschließend direkt in das betroffene Gelenk eingespritzt. Die Erfahrungen mit dieser Therapie sind sehr vielversprechend; natürlich darf das Gelenk nicht schon völlig zerstört sein. Es gibt einige Fälle, wo sich nachweislich, eine neue Knorpelschicht gebildet hat.


Wie sieht die Zukunft aus?

Die Stammzellentherapie ist ein sehr neues Feld in der Medizin. Es gibt zum heutigen Zeitpunkt noch keine Langzeitstudien. Durch kontinuierliche wissenschaftliche Arbeiten und klinische Studien wird sich das Behandlungsspektrum in rasanter Geschwindigkeit erweitern. Aus dem Bereich der Krebsforschung wissen wir zum Beispiel, dass die Injektion von Stammzellen zu einer Verringerung der Größe und Progression von Tumoren bis zu 80% führen kann. Die Ergebnisse in der Stammzellbehandlung von Arthritis und Knochenabbau zeigen ähnlich vielversprechende Ergebnisse im Stopp des Gewebeabbaus. Für viele Arthrose-Patienten, die bisher wenig Hoffnung auf Heilung hatten, ergibt sich dadurch eine neue, begründete Hoffnung auf Heilung oder zumindest Besserung der Beschwerden.


Werden ethische Grundsätze beachtet?

Zurecht gibt es eine Debatte zu ethischen Grundsätzen rund um die Stammzellentherapie. Insbesondere ist das dann wichtig, wenn es um embryonale Stammzellen oder genmanipulierte adulte Stammzellen geht.

Die Parkklinik Birkenwerder verwendet ausschließlich körpereigene, adulte Stammzellen aus dem patienteneigenen Fettgewebe. Eine Veränderung oder Kultivierung der Stammzellen findet hierbei nicht statt. Bereits nach einer kurzen, für die Behandlung notwendigen Reinigung der Stammzellen, können diese sofort therapeutisch eingesetzt werden. Die Stammzelle verlässt also nur für kurze Zeit den Körper und verbleibt nicht unnötig in einem Labor.


Wie hoch sind die Kosten? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Da es sich bei der Stammzellentherapie um eine neue Methode handelt, haben die gesetzlichen Krankenkassen keine Verpflichtung, die Kosten für diese Therapie zu übernehmen. Die privaten Krankenkassen entscheiden im individuellen Fall nach Prüfung. Die anfallenden Kosten einer Stammzellentherapie werden je nach vorliegendem Krankheitsbild individuell festgelegt. Berücksichtigt wird dabei der Aufwand für:

  • Die Entnahme: Für die moderne Stammzellentherapie werden Fettzellen aus dem Körper entnommen (Liposuktion).
  • Die Gewinnung: Aus den entnommenen Fettzellen wird die therapeutisch notwendige Dosierung der Stammzellen durch die Q-graft® Technik unmittelbar gewonnen.
  • Die Behandlung: Das erkrankte Gewebe wird direkt mit den aus Fettzellen gewonnenen Stammzellen behandelt.

Behandlung Kniegelenksarthrose und Daumensattelgelenksarthrose: ca. 3500 €


Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?

Jeder medizinische Eingriff, sei er auch noch so klein, birgt Risiken und Komplikationsmöglichkeiten in sich. Die Risiken einer Stammzellentherapie sind aufgrund des einfachen Eingriffes sehr gering. Es kann vereinzelt zu Infektionen der Einstichstelle oder Blutungen kommen.  Nach heutigem Wissensstand ist bei Verschleißerscheinungen der Gelenke eine Behandlung zur Zellerneuerung ausreichend. Bei rein entzündlichen Beschwerden, müssen gegebenenfalls mehrere Behandlungen durchgeführt werden.


Beratung & Kontakt zum Thema Arthrosetherapie mit Stammzellen

Sie haben noch Fragen zu der Arthrosetherapie mit Stammzellen? Gerne informieren Dr.med. Klaus Ueberreiter und Dr. med. U. Tanzella, unsere Spezialisten für Stammzelltherapie, Sie individuell und persönlich. Vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen Beratungstermin in einer unserer Sprechstunden, wir freuen uns auf Sie!




Dr. med. Ursula Tanzella und Dr. med. Klaus Ueberreiter beraten Sie gerne persönlich.

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