Ein großes Thema in den Medien ist derzeit die Intimchirurgie.
So sieht man Fotos von Brötchen mit danebenstehender Überschrift „Sehen Sie IM SCHRITT auch SO aus?“

Über den öffentlichen Vergleich lässt sich sicher schmunzeln.

In der britischen Studie liest man, dass der Wunsch nach einer Intim-Operation in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Auch bei uns in der Park-Klinik Birkenwerder beobachten wir das wachsende Interesse, besonders unter jungen Frauen, und einen Zuwachs an Nachfragen nach einer „perfekten Vagina“. So stellt sich uns die Frage, warum Frauen verstärkt auf die Idee kommen, sich die Schamlippen zu verkleinern oder die Klitorisvorhaut straffen zu lassen? Sicher ist laut einer Studie der Universität Leipzig, dass sich 90 Prozent der Frauen zwischen 18 und 25 Jahren die Scham enthaaren. Es gibt mittlerweile in jeder Kleinstadt Waxing-Studios und jeder Drogeriemarkt hält ebenfalls eine breite Palette an Enthaarungsmaterialien bereit. Somit ist die Sicht auf die Vagina freier als noch vor ein paar Jahren. Zu dem spielt die Pornoindustrie eine große Rolle. Hier wird das Geschlechtsteil zum Teil sogar retuschiert.

Der aktuelle Bericht der DGÄPC (Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie) führt auf, dass Patientinnen, die sich einer Intimkorrektur unterzogen, im Durchschnitt 34,2 Jahre alt waren. Damit lagen sie deutlich unter dem Gesamt-Altersdurchschnitt, denn bei anderen Schönheitsoperationen waren die weiblichen Patienten im Schnitt 40,1 Jahre alt. Und schon mit durchschnittlich 25,7 Jahren dachten die Befragten das allererste Mal über einen solchen Eingriff im Intimbereich nach.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass Frauen, die in unsere Klinik kommen, sehr bewusst mit Ihrem Körper umgehen. Sie möchten eine ehrliche Meinung hören, sind sich manchmal unsicher, ob eine Operation notwendig ist.

Es gibt aber auch Frauen, die besonders nach Geburten unter einer starken Vergrößerung der inneren Schamlippen leiden, so dass diese sichtbar über die äußeren Schamlippen hervorhängen. Neben der ästhetischen Einschränkung kann das zu hygienischen Problemen und ggf. auch zu Einschränkungen beim Geschlechtsverkehr oder beim Radfahren führen. Es ist keine leichte Entscheidung für diese Frauen. So besteht unsere Aufgabe in einem ausführlichen Beratungsgespräch, im Prüfen der Notwendigkeit und im Treffen einer gemeinsamen Entscheidung. Wir operieren nicht jede Frau, die mit dem Wunsch einer Intimoperation auf uns zukommt. Etwa 20 Prozent der Frauen operieren wir nicht. Oft sind sie nach einem Gespräch mit unseren Fachärzten für Plastische- und Ästhetische Chirurgie sichtbar erleichtert, weil sie sich in Ihrer Entscheidung ohnehin noch nicht sicher waren oder die Operation absolut nicht notwendig ist.

Unser Fazit: Haben Sie sich bis heute keine Gedanken um eine „perfekte Vagina“ gemacht, dann sollten Sie sich auch weiterhin nicht von Medien und Ihrer Umwelt dazu verführen lassen.

Christian Morgenstern, der einst in den Gemäuern der heutigen Park-Klinik Birkenwerder verweilte, sagte: „Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet.“
In diesem Sinne wünscht Ihnen das Team der Park-Klinik Birkenwerder eine schöne Zeit!