Brustvergrößerung mit Eigenfett nach der BEAULI™-Methode
Eine Brustvergrößerung muss nicht zwangsläufig ein Implantat bedeuten. Mit der BEAULI™-Methode nutzen wir körpereigenes Fett, um Volumen aufzubauen und die Brust harmonisch zu formen.
Für die Park-Klinik Birkenwerder ist BEAULI™ mehr als eine Operationstechnik: Die Methode wurde in unserem Hause entwickelt und ist eine durch ™ geschützte Marke. Seit ihren Anfängen beschäftigen wir uns intensiv mit der schonenden Gewinnung und Transplantation von Eigenfett. Heute wird die Methode international angewendet, und wir geben unser Wissen an andere plastische Chirurginnen und Chirurgen weiter.
Die Eigenfetttransplantation ist eine echte Alternative zum Silikonimplantat – sowohl bei der Brustvergrößerung als auch beim Wiederaufbau nach Operationen. Die Vorteile gegenüber Silikon liegen im natürlicheren Aussehen und im Fehlen sichtbarer Narben. Außerdem ist der Eingriff mit deutlich weniger Aufwand verbunden.
Für wen kommt eine Brustvergrößerung oder ein Brustaufbau mit Eigenfett nach der BEAULI™-Methode in Frage?
Die Brustvergrößerung oder der Brustaufbau mit Eigenfett ist ideal …
- für Betroffene mit typischer Fettverteilungsstörung (überschüssiges Fett in der unteren Körperhälfte und kleine Brust)
- nach Gewichtsverlust und bleibenden Fettpolstern im Bauchbereich bei gleichzeitig leerer Brust
- bei einer kleinen Brust mit dringendem Wunsch zur Vergrößerung und Abneigung gegen Silikonimplantate
- bei Kapselfibrose durch Implantate
- bei Asymmetrie der Brüste nach abgeschlossener Krebsbehandlung zum Wiederaufbau
Voraussetzung für den Brustaufbau mit Eigenfett:
- Normal- bis leichtes Übergewicht (BMI 20 – 30)
- Nichtraucher (mind. 10 Tage vor OP)
Zwei Wünsche, ein Eingriff: Körperkontur formen und Brust mit Eigenfett aufbauen
Körperkontur modellieren – und das gewonnene Eigenfett für natürliches Brustvolumen nutzen.
Das für die Brust benötigte Fett gewinnen wir an geeigneten Körperregionen, beispielsweise an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln. So werden die Entnahmeregionen konturiert und gleichzeitig körpereigenes Gewebe für den Brustaufbau genutzt. Eine Win-win-Situation, wenn die individuellen Voraussetzungen dafür gegeben sind.
Wie läuft der Brustaufbau mit Eigenfett ab?
Etwa eine Woche vor der Operation erfolgt die vorbereitende Untersuchung mit Fotodokumentation, Blutabnahme und klinischer Untersuchung. Am Operationstag markieren wir die Bereiche, aus denen Fett gewonnen werden soll.
Der Eingriff erfolgt im Dämmerschlaf oder auf Wunsch in Vollnarkose. Zunächst gewinnen wir das Eigenfett mittels wasserstrahlassistierter Liposuktion (WAL). Anschließend wird es nach dem BEAULI™-Prinzip in die Brust transplantiert und fein im Gewebe verteilt.
Am Ende der Operation wird die Brust mit einem Watteverband geschützt. Für die abgesaugten Körperregionen legen wir eine Kompressionshose bzw. ein Kompressionsmieder an. Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert ungefähr 60 Minuten. Etwa zwei Stunden nach dem Eingriff dürfen Sie wieder essen und trinken.
Die ersten Tage und Wochen nach der Brustvergrößerung mit Eigenfett
In den ersten Tagen können die Brüste geschwollen sein und Blutergüsse zeigen. Die abgesaugten Bereiche können empfindlich sein; das Gefühl wird häufig mit Muskelkater verglichen. Mit stärkeren Schmerzen ist nicht zu rechnen.
Blutergüsse und stärkere Schwellungen bilden sich im weiteren Heilungsverlauf zurück. Für die Entnahmeregionen wird vier Wochen lang Kompressionskleidung getragen. Duschen ist nach zwei Tagen möglich, leichter Sport nach etwa zwei Wochen. Ein Fadenzug ist nicht nötig.
Wann ist das Ergebnis sichtbar?
Eine Kontrolluntersuchung findet etwa drei Wochen nach der Operation statt und erneut nach ungefähr drei Monaten. Zu diesem Zeitpunkt liegt das Endergebnis vor. Ab etwa der sechsten Woche sind keine starken Veränderungen mehr zu erwarten – rund 80 % des bleibenden Ergebnisses sind dann erreicht.
Wie viel Eigenfett bleibt erhalten?
Ein Teil der transplantierten Fettzellen heilt nicht dauerhaft ein und wird vom Körper wieder abgebaut. Unsere eigene Auswertung von MRT-Aufnahmen vor der Operation und nach sechs Monaten zeigt, dass durchschnittlich 76 % des mit der BEAULI™-Methode transplantierten Fettes dauerhaft einheilt.
Dieser Durchschnittswert ist keine Garantie für das individuelle Ergebnis. Einheilung und Volumenerhalt können von Patientin zu Patientin unterschiedlich sein.
Risiken und Komplikationen bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett
Auch die Brustvergrößerung mit Eigenfett ist ein operativer Eingriff und nicht frei von Risiken und Komplikationen.
Ein Teil der Fettzellen kann nicht einheilen und wird vom Körper resorbiert. Nicht eingeheiltes Fett kann in ungünstigen Fällen zu ölhaltigen Zysten führen. Verkalkungen sind möglich und können bei bildgebenden Untersuchungen sichtbar werden. Die feine Verteilung der Fettzellen bei der BEAULI™-Technik trägt dazu bei, diese unerwünschten Nebenwirkungen zu vermeiden.
Selten können Entzündungen auftreten; in sehr ungünstigen Fällen kann sich ein Abszess bilden und eine operative Behandlung erforderlich werden. An den Fettentnahmestellen können Blutergüsse, Hauteinziehungen oder Konturunregelmäßigkeiten bzw. Dellen entstehen.
Welche weiteren individuellen Risiken bestehen, besprechen wir im ärztlichen Aufklärungsgespräch vor der Operation.
Was kostet eine Brustvergrößerung mit Eigenfett?
Die erste Behandlung kostet ab 4.300 €, jede weitere Behandlung ab 3.900 € – jeweils inklusive 19 % MwSt. und zuzüglich Anästhesie.
Der konkrete Preis richtet sich nach dem individuellen Leistungsumfang und wird nach persönlicher Untersuchung festgelegt. Eine Übersicht aller Behandlungen finden Sie in unserer Preisliste.
Wofür steht der Name BEAULI™?
BEAULI™ (sprich „Bjuli“) ist die Abkürzung für Berlin Autologous Lipotransfer
Berlin
Eigenfett
AUfbau mit
LIpo (=Fett-)Verpflanzung
Das Behandlungskonzept verbindet die schonende Gewinnung von Eigenfett mit dessen gezielter Transplantation in die Brust. Entscheidend ist nicht nur das Absaugen des Fettes: Der Umgang mit den Fettzellen während Gewinnung und Transplantation sowie ihre feine Verteilung im Gewebe sind zentrale Bestandteile des Verfahrens.
Eine Idee aus Birkenwerder: die Geschichte der Eigenfetttransplantation
Schon 1893 wurde von der erfolgreichen Verpflanzung körpereigenen Fettgewebes berichtet. Prof. Neuber (Kiel/Deutschland) stellte fest, dass sie bei einer gleichmäßigen Verteilung kleinster Fettbrocken im gesunden Gewebe gelingt. Diese frühen Erkenntnisse gerieten später in Vergessenheit: Teilweise wurden große Fettmengen in eine einzige Stelle gespritzt, sodass die Ergebnisse vom hervorragenden Erfolg bis zum Fehlschlag reichten – im schlimmsten Fall bildeten sich Verkalkungen und ölhaltige Zysten.
Im März 2007 veröffentlichte Dr. Coleman im Plastic and Reconstructive Surgery Journal, der weltweit führenden Zeitschrift für Plastische Chirurgie, eine Studie zu Brustvergrößerungen mit transplantiertem Eigenfett. Die Untersuchungen wurden mehrere Jahre nach der Fettgewebstransplantation durchgeführt und belegen dauerhafte Erfolge. Weitere Veröffentlichungen (Illouz/Delay aus Frankreich) haben diese positiven Ergebnisse bestätigt.
Dass man über die Eigenfetttransplantation bis heute widersprüchliche Angaben liest, hat einen Grund: Wird das Fett mit großen Kanülen direkt in die Brust gespritzt, stirbt ein großer Teil der Zellen ab und verliert seinen Inhalt. Das zusammengeflossene Öl kann der Körper bei größeren Fettklumpen nicht mehr verstoffwechseln; es wird mit einer Gewebehülle abgekapselt, kann später verkalken und auf Röntgenbildern als sogenannte Ölzyste sichtbar werden. Genau deshalb haben wir unserer Methode einen eigenen Namen gegeben – damit sie von anderen Verfahren eindeutig zu unterscheiden ist.
Im Mittelpunkt der Entwicklung stand die Frage, wie Fettzellen möglichst schonend gewonnen und anschließend für den Aufbau der Brust genutzt werden können. Eine wesentliche technische Grundlage ist die wasserstrahlassistierte Liposuktion (WAL): Das Fett wird mit Hilfe eines feinen Wasserstrahls aus dem Gewebe gelöst. Seit 2008 wenden wir die Eigenfetttransplantation in der Park-Klinik an; wesentliche Schritte zur Entwicklung des Fettabsaugeverfahrens entstanden in unseren Operationssälen in Birkenwerder.
Heute wird die BEAULI™-Methode weit über Birkenwerder hinaus eingesetzt – ihr Ursprung liegt hier. In der Park-Klinik Birkenwerder bei Berlin treffen die Entstehungsgeschichte der Methode, langjährige klinische Erfahrung, wissenschaftliche Arbeit und die Weitergabe des Wissens an einem Ort zusammen. BEAULI™ – das Original aus Birkenwerder.
Forschung, Wissenschaft und Weitergabe des Wissens
Die Technik wurde von Beginn an durch klinische Untersuchungen begleitet. Die erste wissenschaftliche Veröffentlichung zur BEAULI™-Methode erschien 2010, weitere Publikationen folgten. Hier einige zum Nachlesen:
- Ästhetische Brustvergrößerung mit Eigenfett nach der Beauli™-Methode
- Handchirurgie Microchirurgie Plastische Chirurgie – Beauli™ – eine neue Methode zur einfachen und zuverlässigen Fettzell-Transplantation
- Neue Langzeitstudie zur Brustvergrößerung nach der Beauli™-Methode
Auch Doktorarbeiten haben sich mit der Dauerhaftigkeit der Ergebnisse beschäftigt – mehr dazu in unserem Bereich Science.
Aus der starken Nachfrage nach Aus- und Fortbildung ist in der Park-Klinik Birkenwerder die BEAULI™ academy (öffnet in neuem Tab) entstanden, zu der internationale Fachärzte kommen, um sich mit Eigenfetttransplantation und WAL auseinanderzusetzen.
Wir wenden BEAULI™ nicht nur an. Wir geben das Wissen über eine Methode weiter, die in unserem Haus entstanden ist.
Welche Erfahrungen haben die Patienten gemacht?
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